Sein neuer Hausarzt trug die Schuld,
dass man erneut und mit Geduld,
an diesem Mann soll wiederholen,
wie seltsam poltern die Systolen.
Deutlich genug: zu viele Schläge,
trotz Beta-Blocker man erwäge,
dass dem Mann ein Herzkatheder
die Mitralklapp‘ zeigt und
wo steht er!
Dazu der Prof. überzeugend indiziert,
dass ein Clip man implantiert,
der die Insuffizienz von hohem Grad
ändert, alles andre wäre schad‘!
Doch den Motor zu reparieren,
mit nem Clip links in die Kammer,
verursacht Schreck und auch Gejammer
ob des Risikos dabei,
falls es reißt das Herz entzwei…
Doch schließlich überzeugt vom Clip
war der Proband dann doch der Typ,
dem der Prof ganz souverän
ins Herz reinfährt, als wär’s normal,
und nur die Vollnarkos‘ ne Qual.
Unbequem wurd’s kurz danach,
als der Proband so langsam wach,
auf der Intensiv-Station
wohl in ungewohntem Ton,
seine Lage reklamierte,
und bei Durst und Harnes Nöten
ihm die Fassung ging wohl flöten…
Er sei kein Fall auf dieser Welt,
den man grad ins Eck mal stellt
und ihn mit Überwachung lediglich,
doch ansonsten lässt im Stich:
durchgelegen die Matratze,
auf der wohl keiner gern mehr ratze,
wie schlag ich mein Wasser ab,
wenn ich keine Flasche hab?
Wie komm liegend ich ans Glas
mit Wasser, wenn auch ohne Gas
und Blub,
in dieser unahnsehnlich Stub‘?
Nach Stunden war die Qual vorbei,
wobei der Quälgeist ich wohl sei,
bis eine einzig junge Frau mich ganz allein und deutlich grob
in ein Stationsbett rollt und schob‘.
So möcht‘ das keiner,
der grad eben
von der Narkos‘ zurück ins Leben
-trotz Verantwortung im Stress-
dass man die Würde ihm vergess‘!
Seid anders drauf, als der,
der grad operiert und krank,
dann gebührt euch ehrlich Dank!
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