Ironisch zugespitzt ließe sich das Verhalten von Eva im Buch Genesis etwa so „kritisieren“:
Mangelnde Vertragsprüfung
Vor Annahme eines angeblich revolutionären Erkenntnisangebots hätte sie die AGB‘s mit dem Arbeitgeber, eben dem „Schöpfer“, vielleicht noch einmal durchgehen können.
Unzureichende Quellenkritik
Die News oder auch die simple Information stammte von einer Schlange, was keine überprüfbare Expertise darstellte und auch keine Referenzen anbot. Ebenfalls fehlt ein Impressum
Überstürzte Innovationsfreude
Kaum wurde ein neues Produkt entdeckt, auch ohne „Erkenntnis“, und schon ist es im Warenkorb. Wo blieb hier die Beta-Testphase? Fehlanzeige.
Kommunikationspanne
Statt erst eine interne Risikoanalyse mit Adam durchzuführen, wurde der vermeintliche Post gleich „geteilt“.
Ganz ohne Protokoll, ohne Notfallplan.
Unterschätzung langfristiger Folgen
Ein einziger Apfelbiss – und zack: wurde die Textilindustrie wachgeküsst, hatte man eine Steuererklärung am Hals und Rückenprobleme von „auf Arbeit“.
Symbolpolitisches Fehlverhalten
Barfuß durch die Schöpfung spazieren, aber beim Thema Baumethik keine klare Haltung.
Kognitive Neugier als Systemfehler
Wer hätte ahnen können, dass „wissen wollen“ solche weitreichenden strukturellen Konsequenzen hat?
Natürlich steckt hinter dieser Erklärung eher eine Deutung menschlicher Neugier und Freiheit
als ein tatsächliches „Fehlverhalten“.
Aber ironisch betrachtet erfand Eva wohl ohne Panel einer Testphase
den folgenreichsten Snack der ganz frühen Weltgeschichte.
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