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Tenniswahn und Tenniswut

21. Dezember 2008 By Wolfgang Bräun Kommentar verfassen

o d e r Ein Sohn von Stand

Ich kenne wen,
der litt akut an Tenniswahn und Tenniswut,

Sowie er einen Gegenstand
in Kugelform und ähnlich fand,
so schlug er zu und hieb mit Kraft ihn
in die bunte Nachbarschaft.

Ob es ein Vogelnest, ein Tiegel,
ein Münsterkäs oder ein Igel,
ein Krug, ein Kelch vorn am Altar,
ein alter Schuh, ein Eimer war,
und wem der Gegenstand gehörte,
war, was den Crack so gar nicht störte.

Auch hieb er mit geübtem Schwung
das Racket in den Pferdedung!
Er siegte immer Sechs – Loch, Sechs – Loch!
Doch mancher fragt: Hat der sie noch?

Selbst vor dem Podex und den Brüsten
der Frau’n ergriff den Lümmel ein Gelüsten,
was er jedoch als Sohn von Stand
aus Höflichkeit meist überwand.

Prost!

(c) by wob. adapted by RINGELNATZ

Kategorie: Freizeit, Sport

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